Kartoffeln, die nicht geschält werden, mit einer Bürste mit festen Borsten unter fließendem Wasser putzen, damit Erde und Schmutz entfernt werden.
Ob Kartoffeln groß oder klein sind, ist zweitrangig - wichtig ist, dass sie gleich groß sind, denn nur dann werden sie beim Kochen auch gleichzeitig gar.
Frisch gekochte Kartoffeln, ganz gleich ob mit oder ohne Schale, immer ausdampfen lassen. Das heißt, das Wasser abgießen und die Kartoffeln noch kurz im heißen Topf lassen.
Rohe Kartoffeln nicht unnötig früh schälen oder zerkleinern, sonst laufen sie an und werden unansehnlich braun.
Kartoffeln eignen sich zum Binden von Saucen: Es können sehr gut kalorienarme Saucen zubereitet werden, indem eine Kartoffel in der Sauce mitgekocht wird. Anschließend die Sauce mit dem Stabmixer pürieren. Die Kartoffel ersetzt das Bindemittel (z.B. Mehlschwitze). Jede Sauce kann so ohne Saucenbinder gebunden werden.
Beim Kochen werden unterschiedliche Ansprüche an Kartoffeln gestellt. Je nach Gericht wird eine festkochende, vorwiegend festkochende oder mehligkochende Kartoffel gewünscht.
Kochtyp A: Festkochende Kartoffeln
Die Kartoffel zerfällt auch bei längerem Kochen nicht. Gut geeignet für Kartoffelsalat, Salzkartoffeln und Bratkartoffeln. Nur bedingt geeignet für Rösti und Kartoffelgratin.
Kochtyp B: Vorwiegend festkochende Kartoffeln
Die Schale springt beim Kochen leicht auf, die Kartoffel bleibt aber im Allgemeinen fest. Gut geeignet für Rösti, Bratkartoffeln, Salzkartoffeln, Pommes Frites, Kartoffelsalat und Kartoffelsuppe.
Kochtyp C: Mehligkochende Kartoffeln
Die Kartoffel springt beim Kochen stark auf, die Kartoffel ist mehlig. Gut geeignet für Kartoffelpüree, Gnocchi, Baked Potatoes, Kartoffelgratin und Kartoffelsuppe. Auch geeignet für Rösti und Salzkartoffeln.
Kartoffelgratins können Sie sowohl mit gekochten, als auch mit rohen Kartoffeln zubereiten. Verwenden Sie rohe Kartoffeln, erhöht sich die Garzeit.
Die richtige Kartoffelsorte wählen.
Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden, dann am besten über Dampf und nicht im Wasser sehr weich garen. So verlieren sie am wenigsten Vitamine und Mineralstoffe. Bevor die Kartoffeln püriert werden, noch heiß stehen lassen, bis sie trocken sind und das Wasser verdampft ist. Die Kartoffeln durch eine Presse drücken. Ein Pürierstab ist nicht geeignet, da die Masse nicht luftig genug wird. Zum Schluss einfach noch heiße Milch unter die Kartoffelmasse rühren.
Für besondere Anlässe verarbeiten Sie das Püree doch einmal zu Herzoginnnen-Kartoffeln. Geben Sie keine Milch, sondern Eigelb unter das Püree (1 Eigelb pro 250 g Kartoffeln). Die Masse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben, Tupfen auf ein Backblech spritzen, mit Eigelb bestreichen und im Ofen goldgelb backen.
Kartoffelsalate schmecken am besten, wenn sie frisch zubereitet werden.
Kartoffeln knapp weich kochen. Die fertig gekochten Kartoffeln noch warm in Scheiben schneiden und gleich in die Salatsauce geben. Sorgfältig vermengen und erkalten lassen oder nach Belieben lauwarm servieren.
Ein Mischen der Kartoffeln mit der Sauce erübrigt sich, wenn die Kartoffelscheiben mit der Sauce in einen luftdicht schließenden Behälter gegeben werden. Der Behälter wird verschlossen, anschließend gestürzt. Lassen Sie die Kartoffeln ca. 15 Minuten ziehen und wenden danach den Behälter wieder und lassen den Salat nochmals ziehen. Auf diese Weise behalten die Kartoffelscheiben ihre Form und zerfallen nicht.
Kartoffelpuffer schmecken am besten frisch zubereitet.
Kartoffelpuffer werden am besten in einer beschichteten Pfanne gebraten, weil darin weniger Fett gebraucht wird.
Um ganz besondere Kartoffelpuffer zu machen, können Sie die unterschiedlichsten Zutaten verwenden: Speckwürfel, Landjägerwürfel, Schinkenstreifen, Salamiwürfel, Brotwürfel, geriebener Käse, Apfel- oder Birnenstücke, Dörrfrüchte, Nüsse, geriebenes Gemüse, gehacktes Fleisch etc. Viel Spaß beim Experimentieren!
Bratkartoffeln können aus rohen oder gekochten, in Würfel oder Scheiben geschnittenen Kartoffeln zubereitet werden.
Frisch geschnittene, rohe Kartoffeln mit Küchenpapier trocken tupfen, damit sie beim Braten nicht spritzen.
Bratkartoffeln sind mit anderen Zutaten kombiniert ideal zur Resteverwertung. Alles kann mitgebraten werden: Bratenstücke, Würste, gekochtes Gemüse etc.
Für die Zubereitung knuspriger Pommes frites ist es wichtig, dass die Kartoffeln gleichmäßig geschnitten werden, damit sie auch gleichmäßig frittieren. Am besten gelingt es mit einem Pommes frites Schneider.
Kartoffelsuppen lassen sich entweder mit frisch gekochten, pürierten Kartoffeln herstellen oder ganz einfach aus einem Rest Kartoffelpüree, dem etwas Bouillon zugefügt wird.
Kartoffelsuppen schmecken mit Gemüse, Käse, Brotwürfeln, Fisch oder Fleisch.
Kartoffelsuppen schmecken auch kalt hervorragend!
Da Kartoffeln im Kuchen Feuchtigkeit abgeben, wird das Gebäck herrlich saftig. Rohe, fein geriebene Kartoffeln werden unter einen Rührteig gemischt. Sie ergeben zusammen mit Nüssen, Rosinen, ja sogar Schokoladenwürfeln feine Kuchen.
Süße Kartoffelkuchen können als Torten und auch als Kuchen gebacken werden.
Kartoffeln und Zwiebeln nicht nebeneinander lagern. Die Zwiebel gibt Gase ab, welche die Kartoffel vorzeitig keimen lassen.