Sie duften herrlich und geben unseren Gerichten raffinierte Geschmacksnoten und sind aus der guten Küche nicht wegzudenken. Wir verraten Ihnen wie man die kleinen köstlichen Blätter richtig einsetzt. Frische Kräuter besitzen mehr Aroma als getrocknete. Sie erkennen diese an gut entwickelten, grünen Blättern. Die Stengel sind fest und haben keine herunterhängenden Triebe. Das Aroma ist intensiv. Kräuterbündel nach dem Kauf in ein Glas mit kaltem Wasser stellen. Oder die Kräuter etwa anfeuchten und in einem Gefrierbeutel im Kühlschrank aufbewahren. Im Kühlschrank halten sie sich etwa eine Woche. Bei Kräutern ist der Geschmack am intensivsten, wenn Sie nicht erhitzt werden. Nicht alle Kräuter reagieren gleich auf Hitze. Petersilie und Estragon reagieren sehr empfindlich ihre ätherischen Öle verfliegen sehr schnell. Deswegen werden sie erst am Ende der Garzeit hinzugegeben. Kräuter wie Thymian und Rosmarin profitieren von langen Garzeiten, da sie ihr Aroma nur langsam abgegeben. Wenn sie Kräuter im Mörser zerreiben oder in der Küchenmaschine hacken, werden hierdurch ätherische Öle freigesetzt und das Aroma wird intensiv.
Was passt wozu

Basilikum: Verwenden sie Basilikum nur frisch, wenn sie ihn mitkochen wird er braun. Er ist ein Muss zu Tomatengerichten und Pesto, passt aber auch gut zu Lamm, Fisch, Salaten, Auberginen, Paprika und Kräutersaucen.

Dill: Die ganzen Dolden werden zum Einlegen von Gurken verwendet. Dillblätter passen gut zu Gurken-, Kopf-, und Tomatensalat. Dillsaucen eignen sich sehr gut zu Fischgerichten.

Estragon: Unentbehrlich ist er für die Sauce Béarnaise, gibt aber auch Fisch, hellem Fleisch und Salaten das gewisse Etwas.

Kerbel: Die fein würzigen, süßlichen Blättchen und zarten Zweige passen klein gehackt zu Suppen, Saucen, Salaten, Schalentiere und Omeletts. Kochen Sie Kerbel nicht mit, sondern verwenden ihn immer frisch.

Koriander: Sein frisch würziger Geschmack wird besonders in thailändischen und indischen Küche geschätzt. Das frische Grün eignet sich für Salate, Suppen, Fleisch- und Fischgerichte.

Majoran: Majoran ist ein typisches Wurstgewürz, ideal zu Gänse-, Schwein-, und Hackbraten. Passt auch gut zu Suppen, Eintöpfen und Kartoffelgerichten. Majoran erst zum Ende der Garzeit hinzugeben, sein Aroma geht sonst verloren.

Oregano: Oregano gehört mit seinem herben Geschmack unbedingt auf die Pizza. Er ist für nahezu alle südländischen Gerichte geeignet. Oregano lässt sich sehr gut trocknen, denn er behält auch getrocknet sein Aroma.

Petersilie: Das beliebteste Kraut Deutschlands. Es gibt zwei verschiedene Sorten, glatte und krause Petersilie. Die Glatte ist kräftiger im Geschmack. Petersilie wenn überhaupt nur ganz kurz erhitzen. Der Würz-Allrounder passt gut zu Suppen, Salaten, Kartoffeln, Kräuterbutter, Kräuterquark, Gemüse und Fleischgerichten.

Rosmarin: Rosmarin ist sehr aromatisch und sollte nur in kleinen Mengen verwendet werden, da er einen strengen Kampfergeschmack haben kann. Er passt sehr gut zu Fleischgerichten vor allem zu Lamm und zu Gegrilltem, aber auch zu Auberginen, Paprika und Zucchini.

Salbei: Salbei ist ein traditionelles Würzmittel für Füllungen und Würste. Es eignet sich ausgezeichnet für Fleischspieße oder zum Spicken von Fleisch , wie bei den berühmten Kalbsschnitzel Saltimbocca. Er harmoniert auch gut mit Nudelgerichten und Lamm.

Schnittlauch:
Der Geschmack ist zwiebelähnlich und ein wenig scharf. sie können ihnen roh verwenden oder einem Gericht zum Ende der Garzeit zugeben. Damit die Halme nicht zerdrückt werden, hackt man den Schnittlauch nicht sondern, schneidet ihn mit einem scharfen Messer oder einer Schere. er passt gut zu Salaten, Kräuterbutter, Omeletts und Kartoffelgerichten.

Thymian: Mit seinem pikanten Geschmack ist er überaus beliebt für mediterrane Gerichte. Sie können den ganzen Zweig mitgaren und vor dem Servieren herausnehmen. Er harmoniert sehr gut mit Rosmarin und Oregano.